Hier geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Fahrzeuge, die regelmäßig vor unseren Museumsbahnzügen zum Einsatz kommen. Angesichts des Alters der Fahrzeuge kann es zu abweichendem Fahrzeugeinsatz kommen, wenn kurzfristig Reparaturen durchgeführt werden müssen.
Ausführliche Informationen, alle technische Daten und detaillierte Lebensläufe entnehmen Sie bitte unserer Broschüre „Die Museumsbahn Ebermannstadt – Behringersmühle“, die 2024 neu aufgelegt wurde. Sie können dieses 88 Seiten starke Heft für 9.- Euro vor Ort bei unserer Museumsbahn erwerben oder für 11,50 Euro inkl. Porto und Verpackung bei uns bestellen. Kontaktieren Sie dazu bitte unsere Geschäftsstelle und besuchen unsere Seite „Mitnehmen“
Lok 6 – Diesellok V36 235

Bauart: C-dh
Hersteller: Jung
Baujahr: 1939
Fabriknummer: 8506
1985 gelangte diese Diesellokomotive der Baureihe V 36 zur DFS und vertritt damit eine Bauart, die in den 1950er Jahren regulär im Wiesenttal eingesetzt worden war. Die DFS – Lokomotive wurde 1939 von der Lokomotivfabrik Jung unter der Fabriknummer 8506 für die Deutsche Wehrmacht gebaut, die von 1937 bis 1945 ca. 370 Lokomotiven dieses Typs beschaffte. Die heutige DFS-Lok kam nach dem zweiten Weltkrieg zur Britischen Rheinarmee, wo sie im Raum Mönchengladbach als Nr. 36 235 (Inventarnummer) bis 1985 im Einsatz stand. Bei der DFS als V 36 235 bezeichnet, hat sie im Rahmen von Sonderfahrten auf verschiedenen fränkischen Nebenbahnen bereits dazu beigetragen, unsere Museumsbahn weiter bekannt zu machen. Auf der Wiesenttalbahn kommt sie vor den fahrplanmäßigen Dieselzügen der DFS zum Einsatz. Seit 1994 ist die Lokomotive mit einer Induktiven Zugsicherung (INDUSI) ausgerüstet.
Lok 7 – Diesellok V36 123

Bauart: C-dh
Hersteller: BMAG
Baujahr: 1940
Fabriknummer: 11382
Die V36 stand der DFS seit 1990 zunächst als Leihgabe des Verkehrsmuseums Nürnberg zur Verfügung, 2002 wechselte sie in das Eigentum der DFS. In den 1950er Jahren wurde die Lok mit einer Dachkanzel und einem Hochführerstand ausgerüstet; gleichzeitig erfolgte der Einbau einer Sicherheitsfahrschaltung für den Einmannbetrieb. Von 21 Loks, die mit Hochführerstand ausgerüstet wurden, ist die V36 123 die einzige Überlebende. Bei der DFS erhielt sie zusätzlich eine INDUSI–Anlage sowie Zugbahnfunk. Diese Einrichtungen wurden im Rahmen der von der DFS durchgeführten Hauptuntersuchung nachgerüstet.
Lok 8 – Dampflok 64 491

Bauart: 1´C1´h2t
Hersteller: 0&K
Baujahr: 1940
Fabriknummer: 13298
Ende 1995 konnte die DFS diese 1940 von Orenstein & Koppel in Berlin gebaute Personenzugtenderlok 64 491 vom „Verein zur Erhaltung und Förderung des Schienenverkehrs“ erwerben. Damit kehrte nach dem VT 135 069 und den beiden V 36 ein weiterer Fahrzeugtyp in die Fränkische Schweiz zurück, der schon zu Zeiten des regulären Betriebes auf der Wiesenttalbahn zum Einsatz gekommen war.
64 491 wurde im Juni 1940 in Pasewalk in Dienst gestellt. Ab 1950 folgten Einsätze bei den Bahnbetriebswerken Husum, Neuß, Friedrichshafen, Ulm, Heilbronn und Crailsheim. In Crailsheim wurde sie schließlich 1974 als eine der letzten ihrer Baureihe bei der DB ausgemustert. Die Lok war seither nicht nur auf unserer Museumsbahn, sondern auch zu zahlreichen Gasteinsätzen auf Strecken der Deutschen Bahn unterwegs. Auch bei Filmproduktionen wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ ist die 64er gefragt gewesen.
Lok 9 – Diesellok V60 114

Bauart: C-dh
Hersteller: Maschinenfabrik Kiel (MaK)
Baujahr: 1956
Fabriknummer: 600034
Seit 2005 ist V 60 114 bei der DFS im Einsatz. Die Lokomotive wurde 1956 von der Maschinenfabrik Kiel (MaK) gebaut. Die Baureihe V 60 wurde als leistungsstarke Rangierlokomotive ab 1951 im Auftrag der neu gegründeten Deutschen Bundesbahn entwickelt, um den überalterten Bestand einer Vielzahl unterschiedlicher Dampflokomotiven zu ersetzen und damit den Rangierdienst wirtschaftlicher zu gestalten. Bis 1963 wurden 942 Maschinen an die damalige Deutsche Bundesbahn geliefert, sowie einige Exemplare nach Griechenland, Türkei und Israel. Die DFS-Lok wurde in ihrer über 50-jährigen Dienstzeit nur in Bayern eingesetzt. Für ihren Einsatz bei der DFS wurde die Maschine wieder im Ursprungszustand wie bei ihrer Ablieferung lackiert. Die Arbeitsgebiete der V 60 sind vielseitig – sie ist auf der Museumsbahn oft vor Plan-, Sonder- und Arbeitszügen zu finden.
