Fahrbereite Lokomotiven

Hier geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Fahrzeuge.

Ausführliche Informationen, alle technische Daten und detaillierte Lebensläufe entnehmen Sie bitte unserer Broschüre „Die Museumsbahn Ebermannstadt – Behringersmühle“, die 2018 neu erschienen ist. Sie können dieses 88 Seiten starke Heft für 7,90 Euro vor Ort bei unserer Museumsbahn erwerben oder für 9,90 Euro inkl. Porto und Verpackung bei uns bestellen. Kontaktieren Sie dazu bitte unsere Geschäftsstelle und besuchen unsere Seite „Mitnehmen

Lok 2 – Dampflok Ploxemam

Bauart: Bn2t
Hersteller: Hanomag
Baujahr: 1923
Fabriknummer: 9444

Lok 2 „Nürnberg“ weilte von Ende 1995 bis Anfang 2014 als Leihgabe im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg. 35 Jahre nachdem sie den Dampfbetrieb auf der Museumsbahn eröffnet hatte, steht diese Maschine ab der Saison 2019 wieder betriebsfähig zur Verfügung.

Lok 4 – Dampflok ELNA 6

Bauart: Dh2t
Hersteller: BMAG
Baujahr: 1930
Fabriknummer: 9963

1989 konnte die DFS diese 1930 von der „Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft“ (BMAG), vormals L. Schwartzkopff, gebaute Lokomotive erwerben. Dabei handelt es sich um eine typische Privatbahnlokomotive aus dem ELNA-Programm. Seit Herbst 1993 steht die Maschine der DFS voll betriebsfähig zur Verfügung. Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer vergleichsweise einfachen Handhabung trägt die Maschine die Hauptlast des Dampfbetriebs im Wiesenttal. 

Lok 5 – Diesellok Köf 6204

Bauart: B-dh
Hersteller: Deutz
Baujahr: 1954
Fabriknummer: 55746

Im Frühjahr 1981 erwarb die DFS diese ehemalige Kleinlokomotive der Leistungsklasse II von der damaligen Deutschen Bundesbahn. Wenn auch erst 1954 von Deutz gebaut, so geht die Grundkonzeption auf die 1930 von der Deutschen Reichsbahn eingeführten leichten zweiachsigen Motorlokomotiven für den Rangier- und Übergabedienst auf kleinen Unterwegsbahnhöfen zurück. Die heute über 60-jährige Lokomotive findet bei der DFS vor Bau- und Arbeitszügen Verwendung, bespannt daneben aber auch einen Großteil der „kleinen Dieselsonderfahrten“ die mit ein bis zwei Wagen angeboten werden. 

Lok 7 – Diesellok V36 123

Bauart: C-dh
Hersteller: BMAG
Baujahr: 1940
Fabriknummer: 11382

Die V36 stand der DFS seit 1990 zunächst als Leihgabe des Verkehrsmuseums Nürnberg zur Verfügung, 2002 wechselte sie in das Eigentum der DFS. In den 1950er Jahren wurde die Lok mit einer Dachkanzel und einem Hochführerstand ausgerüstet; gleichzeitig erfolgte der Einbau einer Sicherheitsfahrschaltung für den Einmannbetrieb. Von 21 Loks, die mit Hochführerstand ausgerüstet wurden, ist die V36 123 die einzige Überlebende. Bei der DFS erhielt sie zusätzlich eine INDUSI–Anlage sowie Zugbahnfunk. Diese Einrichtungen wurden im Rahmen der von der DFS durchgeführten Hauptuntersuchung nachgerüstet.

Lok 6 – Diesellok V36 235

Bauart: C-dh
Hersteller: Jung
Baujahr: 1939
Fabriknummer: 8506

1985 gelangte diese Diesellokomotive der Baureihe V 36 zur DFS und vertritt damit eine Bauart, die in den 1950er Jahren regulär im Wiesenttal eingesetzt worden war. Die DFS – Lokomotive wurde 1939 von der Lokomotivfabrik Jung unter der Fabriknummer 8506 für die Deutsche Wehrmacht gebaut, die von 1937 bis 1945 ca. 370 Lokomotiven dieses Typs beschaffte. Die heutige DFS-Lok kam nach dem zweiten Weltkrieg zur Britischen Rheinarmee, wo sie im Raum Mönchengladbach als Nr. 36 235 (Inventarnummer) bis 1985 im Einsatz stand. Bei der DFS als V 36 235 bezeichnet, hat sie im Rahmen von Sonderfahrten auf verschiedenen fränkischen Nebenbahnen bereits dazu beigetragen, unsere Museumsbahn weiter bekannt zu machen. Auf der Wiesenttalbahn kommt sie vor den fahrplanmäßigen Dieselzügen der DFS zum Einsatz. Seit 1994 ist die Lokomotive mit einer Induktiven Zugsicherung (INDUSI) ausgerüstet.

Lok 9 – Diesellok V60 114

Bauart: C-dh
Hersteller: Maschinenfabrik Kiel (MaK)
Baujahr: 1956
Fabriknummer: 600034

Seit 2005 ist V 60 114 bei der DFS im Einsatz. Die Lokomotive wurde 1956 von der Maschinenfabrik Kiel (MaK) gebaut. Die Baureihe V 60 wurde als leistungsstarke Rangierlokomotive ab 1951 im Auftrag der neu gegründeten Deutschen Bundesbahn entwickelt, um den überalterten Bestand einer Vielzahl unterschiedlicher Dampflokomotiven zu ersetzen und damit den Rangierdienst wirtschaftlicher zu gestalten. Bis 1963 wurden 942 Maschinen an die damalige Deutsche Bundesbahn geliefert, sowie einige Exemplare nach Griechenland, Türkei und Israel. Die DFS-Lok wurde in ihrer über 50-jährigen Dienstzeit nur in Bayern eingesetzt.  Für ihren Einsatz bei der DFS wurde die Maschine wieder im Ursprungszustand wie bei ihrer Ablieferung lackiert. Die Arbeitsgebiete der V 60 sind vielseitig – sie ist auf der Museumsbahn oft vor Plan-, Sonder- und Arbeitszügen zu finden.